Struktur des Ubuhlobo Projektes

Partner: alle (jungen ) Menschen im Walmer  Township

Die besondere soziale Struktur des Walmer Townships macht es unbedingt notwendig, dass man alle jungen Menschen in ein Partnerschaftsprojekt  einbezieht. Würde man sich auf eine einzelne Gruppe oder ein einzelnes Projekt konzentrieren, würde dies Unfrieden und Neid unter der restlichen Bevölkerung hervorrufen. Dies kann dann dazu führen, dass das ausgewählte Projekt von der restlichen Bevölkerung gemieden wird, wie wir  dies am Beispiel des Xolelanani Youth Projektes ( XYP ) selbst erfahren mussten. Ein solches Projekt steht dann immer unter der Beobachtung aller. Als wir schon nach sehr kurzer Zeit diese Probleme erkannten und sich  außerdem Unregelmäßigkeiten in der Struktur des XYP einstellten, da trennten wir uns sehr schnell und suchten nach neuen Partnern, die uns Gewähr boten, dass sowohl Jugendarbeit betrieben wird, als auch eine klare Struktur vorhanden war. Außerdem nahmen wir auch zur deutlicheren Abgrenzung eine Namensänderung vor ( von Xolelanani Projekt zu Ubuhlobo Projekt ), die von der Bevölkerung positiv zur Kenntnis genommen wurde und zu mehr Akzeptanz führte. So fragten wir bei den Kirchen und ihren Jugendgruppierungen nach und stießen da auch auf offene Ohren und die Bereitschaft zur Kooperation.

Kirchen Ansprechpartner
Methodist Church  Reverend Mzubanzi Hlongwane (Bischof)
Apostolic Church  Ziwa
Ethiopian Episcopal Church  Reverend Nyathi
Anglikan Church  Pastor Kiviet (Bischof Bethlehem)
Moravian Church  Pastor Tambouer (Ashley Africa)

Dazu kommen weitere christliche Kirchen in und außerhalb des Townships, zu denen wir derzeit Kontakte aufbauen.

Ziel war es nun zuerst, diese verschiedenen Kirchen zu einer Zusammenarbeit mit uns und untereinander zu bewegen, was auch gelang und derzeit ganz ordentlich funktioniert. Nun ist es aber etwas mühsam immer alle Ansprechpartner einzeln von hier aus anzusprechen. Außerdem besteht unser Träger auf einem verantwortlichen Ansprechpartner. Dazu und damit auch kein Übergewicht einer Kirche gegenüber den anderen zustande kam, haben wir einen „neutralen“ Koordinator für unsere Partnerschaft mit den einzelnen Kirchen innerhalb des Ubuhlobo Projektes im Township gesucht und in Xolani Thabatha, einem Lehrer der Walmer High School gefunden. Xolani Thabatha wohnt im Township und ist den Menschen bekannt. Er wird von ihnen als unser Verbindungsmann und Koordinator zu ihnen und zur restlichen Gemeinde anerkannt. Er ist in der Jugendarbeit und in der Gemeindearbeit ( ANC ) tätig. Ihm zur Seite steht noch gleichberechtigt Donavan Kluit, welcher für die Kontakte zu weißen und coloured Kirchengemeinden und anderen Institutionen in Port Elizabeth verantwortlich zeichnet. Beide Koordinatoren arbeiten bei Bedarf eng zusammen und gewähr leisten somit das Funktionieren unseres Partnerschaftsprojektes. Beide sind erfahren in der Arbeit in solchen oder ähnlichen Projekten, wobei Xolani Thabatha, als auch Donavan Kluit in diesen Aufgaben schon seit drei Jahren in mehreren Begegnungen mit uns zusammenarbeiten und auch schon bei uns in Deutschland waren.

Xolani Thabatha

2 Makwabe Street
6070 Port Elizabeth

0027 (0) 41 581 9017
0027 (0) 72 658 1464

tabsxolani@yahoo.com
pumla@ananzi.co.za

Donavan Kluit

34 Jonkers Crescent Aspen Heights
6059 Port Elizabeth

0027 ( 0 ) 41 4811194
0027 ( 0 ) 834543283

dkluit@webmail.co.za

Über unsere beiden Koordinatoren können wir den gesamten Schriftverkehr und Gedankenaustausch mit unseren Partnern betreiben. Informationen können dadurch nicht nur schneller, sondern auch gleich „aufbereitet“ übertragen werden. So kann jeder der Partner in seiner Landessprache kommunizieren und die Koordinatoren übersetzen das sofort. So ist die Verständigung einfacher!

Mit beiden Koordinatoren, mit denen wir sehr vertrauensvoll zusammenarbeiten, haben wir nur gute Erfahrungen gemacht und wollen auch in Zukunft weiter zusammenarbeiten. Sie stellen die Verbindung zu den Jugendleitern/innen der verschiedenen Kirchengemeinden her und helfen bei der Organisation der Partnerschaftsarbeit.

Neben den Kirchen haben wir auch noch einen gewichtigen kommunalen und nichtkirchlichen Partner an unserer Seite:

Cacadu District Municipality mit unseren Ansprechpartnern:

Ted Pillay
Municipality ManagerCacadu District Municipality
P.O. Box 318
6000 Port Elizabeth0027 (0)41 508 7114/ 7115

tpillay@cacadu.co.za

Unathi Daniels
Sekretärin von Ted Pillay
Project Manager: Capacity Building Support
Cacadu District MunicipalityTel: 041 – 508 7104
Fax: 086 501 1873
Cell: 073 230 9206udaniels@cacadu.co.za

Solch ein Partner ist wichtig für die Beziehungen zur Politik und Wirtschaft.

Daneben hat sich eine ehemalige Mitarbeiterin der Cacadu District Municipality als sehr hilfreich erwiesen.

Zimbini Zibeko
0027 (0) 834211254
zimbini@kougadevelopment.co.za

Zusammenfassend darf ich sagen, dass dies zwar auf den ersten Blick eine ungewöhnliche Struktur für ein Partnerschaftsprojekt darstellt, aber in der speziellen Situation des Walmer Townships mit seinen vielen verschieden Menschen ist dies der einzig gangbare Weg, der auch Akzeptanz bei den Menschen findet. So kann sich niemand zurückgesetzt oder ausgegrenzt fühlen. Jeder kann sich beteiligen, ohne dass er einer speziellen ( privilegierten ) Gruppe angehören muss. Die Transparenz ist größer, da viele Augen das Projekt beobachten.

Das bedeutet aber auch für uns einerseits größere Aufmerksamkeit in der Bevölkerung, aber auch mehr Reflexion unseres eigenen Verhaltens, da wir unter vieläugiger Beobachtung stehen. Das führt bei unserer Gruppe aber auch zu (eigen) kontrolliertem Verhalten.

In einer Gesellschaft, in der immer noch Selbstbereicherung und Korruption weit verbreitet sind und viele unterprivilegierte Menschen das Nachsehen haben, ist es schon von Vorteil, wenn ein solches Projekt von vielen unterschiedlichen Seiten beobachtet und kontrolliert  wird. Hier sehen wir mehr Sicherheit und Erfolgsaussichten als wir das in anderen Projekten ( Beispiel Xolelanani Youth Project ) gefunden haben. Ohne Akzeptanz durch die Gemeinschaft geht in einem Township, wie dem Walmer Township, nur wenig.  Der gesteigerte Erfolg aber, den wir seit zwei Jahren nun haben, gibt unserer Art, ein Partnerschaftsprojekt zu betreiben recht.

Rolf Meder